Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm bei den VfB Ulm Falcons. Doch der Baseball-Verbandsligist fiebert schon der neuen Runde entgegen.
Gut sieben Wochen dauert es noch, dann beginnt für die VfB Ulm Falcons die neue Runde in der Baseball-Verbandsliga. Dabei scharren die Schützlinge von Spielertrainer Georg Oberst schon mit den Hufen, um endlich draußen trainieren zu können, „ich denke, dass wird Mitte März soweit sein. Dieser Tage ist es noch zu nass und zu kühl, da ist das Verletzungsrisiko zu groß.“
Auch in der neuen Saison setzen die Ulmer ihren Kurs strikt fort, die junge Truppe Schritt für Schritt zu einem Team zu formen, das „in einigen Jahren wieder in der Regionalliga spielt“, wie Oberst betont. 14 Mann stark ist der Kader, gerade mal sechs der Falken sind älter als 26 Jahre, Oberst mit 41 und Silvio Bader mit 43 Lenzen sozusagen die Stammesältesten der Truppe.
Und: Alle sind sie waschechte Falcons. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen und Sportarten plagt die Abteilung des VfB Ulm keine Nachwuchssorgen. „Wir haben nur eine Lücke bei den 20 bis 25-Jährigen“, sagt Oberst. Eine Folge der turbulenten Zeit vor fünf Jahren: Da standen die Falcons – seinerzeit noch ein eigener Klub in der 2. Liga – vor einer ungewissen Zukunft, als die Stadt Neu-Ulm das damalige Klubgelände für die Landesgartenschau 2008 einkassierte. Zwar hatten sie schnell eine neue Heimat beim VfB Ulm gefunden, unter der vierjährigen Spielfeld-Diaspora in Heidenheim (2005) und Donaustetten (2006 bis 2008) – in dieser Zeit waren die Ulmer bis in die Verbandsliga abgerutscht – hatte aber auch der Junioren-Bereich gelitten.
Seit der vergangenen Runde nun geht es im Pfaffenhau, dem neuen Domizil, wieder stetig bergauf – in allen Belangen. Nach Platz sieben im Vorjahr (von zehn Teams) „richtet sich unser Blick ins obere Mittelfeld“, wie es Oberst umreißt: „Wobei die Mannschaften in ihrer Leistungsdichte sehr eng zusammen liegen. Herrenberg ist sicher der Favorit, hat sich gut verstärkt. Die anderen Teams sind sehr ausgeglichen.“ Lediglich Nagold und Aufsteiger Villingendorf sieht Oberst hinter dem Rest der Liga zurück.
Das aber ist im Moment noch Zukunftsmusik, aktuell ist bei den Falcons neben Trainingsfleiß ebenso viel handwerkliches Geschick gefragt. „Spielerüberstände bauen, Sitzplätze für die Zuschauer herrichten, Graskanten stechen und so fort“, zählt Oberst auf: „Wir haben noch viel zu tun, bis es losgeht.“

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