Ungarn – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das Land in dem man von 50€ eine Woche lang 2-mal täglich in einem Restaurant essen gehen kann. Und natürlich auch das Land, in dem man ein viertägiges Intensiv-Trainingslager abhalten kann. Letzteres taten die Falcons…

Am 1. April 2010 trafen sich einige Herren- und Jugendspieler (geschätztes Durchschnittsalter: ca. 18) um 23 Uhr, um die Reise in den Osten zu unternehmen, diesmal komplett ohne Privatautos, stattdessen übernahm Fritz der Busfahrer das Fahren und chauffierte uns über Nacht direkt nach Ungarn. Dort angekommen nutzen wir erstmal den gerade erlangten „Reichtum“, um uns im örtlichen Einkaufszentrum mit mehr oder weniger nützlichen Sachen einzudecken. Noch ein kurzer Stopp im Hotel, und auf zum Baseballplatz der „Fighting Flys“.

Die erste Trainingseinheit überlebten sogar alle Spieler ohne Verletzung, insgesamt sollte während des ganzen Trainingslagers nur ein Spieler spielunfähig werden. Am Abend gab es dann noch ein Spiel der 2. Herrenmannschaft gegen die, naja, Jugend kann man nicht sagen, nennen wir es mal „vereinte Jugendarbeit“ der Flys. Von Schülern bis Junioren war alles dabei. Ein genaues Ergebnis ist nicht bekannt, allerdings gewannen wir recht deutlich, auch das soll vorkommen 😉

Am nächsten Tag verletzte sich dann der erste Spieler, kein Problem, Hauke sind wir ja fit auch gar nicht mehr gewohnt. Doc. Thomas schiente den Kapselriss und Hauke konnte für die nächsten 2 Tage Baserunner spielen. Der Samstag war ganz dem Defense- und Baserunningtraining gewidmet. Endlos viele Bälle wurde gefangen, geworfen und unzählige Male wurde Hauke bei Pick-Offs ausgemacht. Am Abend gingen noch einige „aus“, es leben die Euphemismen.

Am Sonntag wurde mit dem üblichen Rhythmus trainiert, Lichtblick war diesmal das Spiel am Abend. Die Herren der Fighting Flys spielten gegen unsere Herren. In einem atemberaubend defensiv geführten Spiel, in dem die wir nur einen (!!!) Error machten, erkämpften sich die Falken nach 5 Innings einen 2 zu 1 Sieg. Bemerkenswert ist noch, dass der Rightfielder der Flys sich irgentwie am Bein verletzte, an ziemlich genau der selben Stelle, an der sich Thomas letztes Jahr seine Schulter brach.

Nach dem Abendessen kam Coach Oberst zu der, in diesem Fall, wirklich schwerwiegenden Erkenntnis, dass das Infield der Jugend mehr Kilos auf die Waage bringt, als das der Herren, kein Wunder, wenn man sich anguckt, wen die Herren da stehen haben: Max, Flo, Georg, Josh.

Am Montagmorgen standen wir mit original ungarischen Regen auf, was lautes Fluchen hervorrief, wieso musste man auch die Handtücher über Nacht auf dem Balkon lassen. Durch das schlechte Wetter war draußen trainieren ein Ding der Unmöglichkeit. Zum Glück kann man beim Baseball auch genug Theorie üben, um sich einen Vormittag zu beschäftigen. Einige hätte man auch gut und gern das ganze Wochenende vor die Übungsblätter setzen können, so bescheiden waren die Leistungen.

Nach dem Essen zwängten wir uns dann wieder alle in in den Bus und Fritz drückte aufs Pedal, 9 Stunden Fahrt lagen vor uns, an sich auszuhalten, das Atmen wird jedoch erheblich erschwert, wenn Thomas auf der letzten Bank beweisen muss, wir laut er rülpsen kann.

Fazit: Ein wirklich gelungenes Osterwochenende, dass wir diesmal sogar (fast) vollständig abschließen konnten. Dass jedem Spieler, spätestens nach dem 2. Tag, ein Bein oder ein Arm schmerzte, ist kein Minuspunkt, man muss nur alles mit der nötigen positiven Grundeinstellung angehen.

In dem Sinne: Auf eine gute Saison!