Mit gemischten Gefühlen machte sich die Erste Mannschaft bei bestem Wetter auf den Weg nach Fürth. Die Pirates standen zwar mit 6 Siegen zu 10 Niederlagen unter den Falcons in der Tabelle, jedoch wurden viele Spiele nur sehr knapp verloren, weshalb man sie nicht unterschätzen sollte.
Über die ersten Innings des ersten Spiels entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, bis die Pirates im dritten Schlagdurchgang durch einen Homerun mit fünf zu vier in Führung gingen.
Jetzt übernahm Daniel Survilla den Mound und hielt die Fürther bis ins sechste Inning gut in Schach. Dort konnten die Pirates ihr Punktekontingent noch einmal deutlich verbessern und es ging beim Punktestand von neun zu vier ins letzte Inning.
Dort keimte nach Basehits von Cody Caroll und Arthur Müller, durch den die Ulmer auf neun zu sechs verkürzten, kurz Hoffnung auf. Die gut agierende Defensive von Fürth verhinderte jedoch weiter Punkte und das Spiel ging verloren.
Das zweite Spiel sollte sich zu einer nervenzerreißenden Angelegenheit entwickeln.
Florian Dahlbeck startete für die Ulmer, wurde aber schon nach wenigen Pitches durch Georg Oberst ersetzt, da er Probleme hatte konstant die Strikezone zu treffen. Georg Oberst blieb für die Falken bis zum Ende des Spiels auf dem Mound.
Wieder konnten die Falcons im ersten Inning Punkten, leider konnte der Vorsprung nicht verteidigt werden, so dass man sich im fünften Inning mit einem Rückstand von vier Punkten konfrontiert sah. Nach Pitcherwechsel der Pirates jedoch schlug die Stunde der Falcons. Mehrere Basehits gefolgt von einem 2-Run Homerun von Survilla brachten die Falcons mit 10 zu 8 in Führung. Diese wurde im Gegenzug von den Pirates durch gute At-Bats gepaart mit Fehlern in der Defensive egalisiert. Auch der elfte Run, der im sechsten Inning scorte, wurde von den Fürthern ausgeglichen, sie gingen sogar mit 12 zu 11 in Führung.
Bei zwei Aus im Letzten Inning schlug die große Stunde von Florian Dahlbeck. Mit einem Schlag über den Zaun, der seinem Spitznamen BAMBAM alle Ehre machte, sorgte er für den erneuten Ausgleich.
Drei Schnelle Aus und es ging in die Extra Innings. Hier verloren die Falken bei Läufer auf Zwei und Drei und einem Aus die Nerven, das Spiel ging am Ende an die Pirates.
Noch zu Bemerken ist die Ejection von Florian Steinborn, der aufgrund der der böswilligen Beleidigung „No Way“ die nächsten zwei Spiele verpasst.
„Ich hab mich nur kurz über den „Strikeout-Call“ aufgeregt, habe den Umpire aber nicht einmal dabei angeschaut oder ihn persönlich angesprochen. Das war meiner Meinung wirklich lächerlich!“ sagt Florian Steinborn nach dem Spiel, sichtlich empört. Der Video + Audiobeweis (wenn hörbar) wird die nächsten Tage noch in Falcons TV nachgereicht.
Die zwei gesperrten Spiele, wären Steinborns vorletztes Doppelspiel diese Saison gewesen, da er sich nach dem Heimspiel mit Sommerfest für sechs Monate nach Kapstadt, Südafrika verabschiedet.
Die Falcons stehen jetzt mit einer ausgeglichenen Bilanz von 8-8 weiterhin punktgleich mit Garching auf dem dritten Tabellenplatz. Eine Punktlandung zur Saisonhälfte, Ziel war es, die Hälfte der Spiele zu gewinnen. Nächste Woche in Haar heißt das Ziel beim Tabellenvorletzten: Mindestens ein Sieg, besser Zwei! Die Falcons sind guter Dinge mit dem kompletten Kader, außer dem gesperrten Steinborn ein gutes Ergebnis zu erzielen.