Konnten die Ulm Falcons in den ersten beiden Spielen der Saison gegen die Heidenheim Heideköpfe trotz der beiden Niederlagen noch einigermaßen mithalten, so gab es im zweiten Aufeinandertreffen klare Niederlagen für die Donaustädter. In beiden Partien war die Ulmer Offensive chancenlos gegen das starke Pitching des deutschen Meisters, der seinerseits gegen die Ulmer Werfer-Riege nach Belieben punktete.

Bis zum Ende des 2. Innings konnten die Falcons in Spiel 1 der nun beginnenden Saison Rückspiele das Ergebnis noch unentschieden gestalten, doch dann brach es knüppeldick über den Aufsteiger herein. Die Brenztäler hatten nun ihr Visier auf Pitcher José Pimentel (6 IP,12 H, 11 ER, 2 SO, 5 BB) besser eingestellt, und so zogen sie im dritten Spielabschnitt – auch begünstigt durch vermeidbare Fehler der Ulmer Verteidigung – vorentscheidend auf 6:0 davon. Die Falcons ihrerseits fanden gegen das starke Pitching von Clayton Freimuth (5 IP, 2 H, 8 SO, 1 BB) kein Mittel und kamen über den gesamten Speiverlauf auf gerade mal 2 Hits, während es die Heideköpfe auf derer 12 brachten, und in der Folge konnte sie in jedem weiteren Inning mindestens einen Run erzielen. Den Schlusspunkt aus Heidenheimer Sicht setzte der diese Saison überragende Mitch Nilsson mit seinem 2-Run-Homer Ende des 6 Innings zum 11:0, dass gleichzeitig nach 7 Innings und 10-run-rule den Endstand bedeutete.

Einen Tag später wurde die zweite Partie am Ulmer Pfaffenhau ausgetragen, und man hatte sich vorgenommen, dem übermächtigen Nachbarn etwas mehr Stirn zu bieten. Der hatte allerdings was dagegen, vor allem in Form von Mitch Nilsson (4 von 5), der gleich im ersten Inning seinem australischen Mannschaftskollegen Duncan Issaks (5 IP, 10H, 6 R, 5 ER, 1 SO, 2BB) einen krachenden Solo-Homerun einschenkte. Die Ulmer Offensive hatte es erneut mit einer illustren Pitcher-Riege seitens der Heideköpfe zu tun; so sahen sich die Falcons in den ersten beiden mit keinem geringeren als Ex-Nationalspieler Luke Sommer (2 IP, 2 H, 1 SO) konfrontiert, der danach von RJ Hively (5 IP, 2 H, 8 SO) abgelöst wurde. Und der hatte die Ulmer Offensive wie schon in der Hinrunde weitestgehend unter Kontrolle, wobei es ihm die Ulmer Offensive allerdings manchmal etwas zu leicht machte, schwang man doch das eine oder andere Mal auf Würfe, die man besser hätte passieren lassen. Trotzdem geschah bis zum vierten Inning nichts wirklich Gravierendes, bis auf einen Run nach Double von Nilsson war man beim 0:2 noch einigermaßen in Schlagdistanz. Dann allerdings langte Gary Owens (3 von 5) im 5. Inning mal kräftig hin und brachte mit einem Schlag an den Zaun zwei weitere Runs für die Heideköpfe über die Platte. Dies schien den Falken die Flügel lahm werden zu lassen, denn wie schon im Hinspiel in Heidenheim genügte ein weiteres Inning, um die Partie zu entscheiden. Nach Hits von Hurler, Seyfried, Liedtke und Glaser punkteten die Heideköpfe gleich viermal in der oberen Hälfte des 6. Innings zum 0:8, und dabei sah die Defensive der Gastgeber nicht immer sehr sattelfest aus. Sehr viel mehr ließ der ab dem 6. Inning pitchende Kruno Gojkovic (4 IP, 5 H, 3 R, 3 ER, 1 SO, 2 BB) dann nicht mehr zu; Heidenheim erzielte lediglich einen weiteren Run in der oberen Hälfte des 8. Innings gegen eine inzwischen munter durchgewechselte Ulmer Mannschaft. Die Heideköpfe tauschten gegen Ende der Partie nochmals den Pitcher, und die Kontrollprobleme von Logan Grigsby nutzten die Falcons für etwas Ergebniskosmetik zum 3:9-Endstand.

Text: a.a.

Foto: Kalle Linkert