Die Ulm Falcons gastierten vergangenes Wochenende beim derzeitigen Tabellenzweiten der Bundesliga Süd, den Legionären in Regensburg, konnten zwar erwartungsgemäß keine Siege die Donau stromaufwärts entführen, schnupperten aber zumindest im zweiten Spiel der Serie schon mal an der erneuten kleinen Sensation, hatte man doch den vermeintlich übermächtigen Gegner in der Hinrunde auf heimischen Platz einen Split abgerungen.

Das erste Spiel startete vielversprechend, erzielten die Falken doch nach Double von Antonio Horvatic und RBI-Single von Josh Petersen bereits im ersten Angriff den ersten Punkt gegen Mike Bolsenbroek, den Werfer für die Legionäre. Aber schon im Rückschlag dieses ersten Innings konnten die Legionäre – begünstigt durch einen Fehler der Ulmer Defensive – zurückschlagen. Statt das dritte Aus zu kassieren konnten die Gastgeber ausgleichen, und die 1:0-Führung der Falken sollte die Letzte in dieser Partie gewesen sein. Regensburg konnte bis ins fünfte Inning pro Angriff mindestens einen Run scoren, sodass es zu Beginn des 6. Innings 1:6 gegen die Gäste von der Donau stand. In den drei folgenden Innings hatte der Ulmer Pitcher Jose Pimentel (7 IP, 6R 5ER) die Offensive der Regensburger dann im Griff, ehe er von Georg Oberst (1 IP, 1R 1ER) im achten und letzten Angriff der Legionäre abgelöst wurde. Dieser musste noch einen weiteren Punkt der Legionäre hinnehmen zum Endstand von 1:7 gegen die Falken.

Partie zwei sollte dann an Spannung kaum zu überbieten sein. In einem von den Pitchern dominierten Match behielten die Legionäre mit 0:1 letztlich die Nase vorn, doch die Art und Weise, wie sich der Aufsteiger gegen den mehrmaligen deutschen Meister verkaufte, war aller Ehren wert. Wieder erwischten die Ulmer einen guten Start, konnte doch Kruno Gojkovic direkt beim ersten Pitch durch einen Bunt einen Fehler der Legionäre erzwingen und somit bis auf das zweite Base vorrücken. Doch die Falken konnten keinen Profit aus dieser guten Position schlagen. Zwei Strikeouts und ein Flyout beendete diesen ersten Angriff. Bis ins siebte Inning sollte die Partie punktelos bleiben, da beide Pitcher die Schlagleute dominierten. Erst im siebten Inning konnte Regensburg mit zwei ihrer insgesamt gerademal drei Hits den einzigen Punkt gegen den stark aufgelegten Antonio Horvatic (8IP, 1R, 3 Hits) erzielen. Ulm hatte zwar mit fünf Hits die offensiv besseren Werte, konnte jedoch vielversprechende Situationen wie jene im ersten Inning nicht in Zählbares ummünzen. Am Ende gab es somit die hart umkämpfte Niederlage, zumal das Spiel nach 8.2 Innings mit Klaus Nicolici am Schlag bei zwei Aus vorzeitig beendet wurde, da ein aufziehendes Gewitter und Starkregen das Weiterspielen verhinderte.