Nach dem Sweep gegen die Hornissen mussten die Ulm Falcons am dritten Spieltag der Playdowns bei den Stuttgart Reds ihrerseits zwei deutliche Niederlagen einstecken. Mit 16:2 und 10:0 setzte es zwei deftige Packungen, die umso mehr ins Gewicht fallen dürften, als der unmittelbare Konkurrent im Abstiegskampf, die Saarlouis Hornets, mit einem Split gegen Mannheim den Abstand zum letzten Tabellenplatz wieder auf drei Siege vergrößern konnten. Die Ausgangslage vor dem Spieltag war von vorneherein schwierig. Mit Toni Horvatic und Kruno Gojkovic fehlten 2 wichtige Werfer wegen Verpflichtungen in der kroatischen U-23-Nationalmannschaft. Coach Sekic machte aus der Not eine Tugend und er schickte Routinier Georg Oberst (2.2 IP, 11 H, 2 HR, 12 R, 3 ER, 1 K, 1 BB) als Starting Pitcher auf den Mount. 2 Innings konnte er die Offensive der Reds einigermaßen kontrollieren, doch im 3. Inning brachen dann alle Dämme. Die Falcons hatten zuvor nach Single von Duncan Issaks die 1:0-Führung der Gastgeber durch Jesse Oberst ausgleichen können. Im Rückschlag hatten sich die Neckarstädter auf das Pitching von Georg Oberst eingestellt, und das Resultat war ein wahres Schlaggewitter, das bei bestem Baseballwetter über die Falken hereinbrach. Marcel Hering machte mit seinem 2-Run-Homer den Anfang einer 11-Run-Ralley, die eine Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber bedeutete. Coach Sekic beorderte danach Youngster Jesse Oberst auf den Mound, der seine Sache sehr gut machte, die Punkte nebst zwei weiteren Homeruns durch Dominick Golubiewski und Riley Moore zum 16:2-Abbruchsieg der Reds aber auch nicht verhindern konnte. Zudem hatte Reds-Pitcher Hagen Rätz mit seinen Würfen die noch vor Wochenfrist sehr effektive Offensive der Ulmer im Griff, die mit gerade mal 6 Hits dem Spiel natürlich keine Wende geben konnten.

Und die Stuttgart Reds setzten ihr Offensivfeuerwerk auch in Spiel zwei gegen die Ulm Falcons fort. Bereits im ersten Spielabschnitt ging der Hausherr im DB-Ballpark durch einen erneuten 2-Run Homer von Riley Moore in Führung. Auch Duncan Izaaks (7 IP, 13 H, 10 R, 10 ER 3 K, 8 BB) konnte die Offensive der Reds nicht entscheidend in Schach halten; ganz anders Tim Brown, der den Falcons ganze 5 Hits gestattete und 5 Strikeouts verbuchte. Dabei sah es zunächst gar nicht so übel für die Ulmer aus, denn bis zum 5. Inning war man bei der 3:0-Führung der Gastgeber durchaus noch in Schlagdistanz. Die Vorentscheidung fiel dann in der unteren Hälfte des 6. Innings: ein 2-Run-Homer von Jonas van Bergen erhöhte auf 5:0 für die Gastgeber, die dann mit 5 Runs im 8. Inning den Sack zum 10:0 vollends zumachten. Trotz der erneuten Niederlage nach 10-Run-Rule sahen die Falken aus der Spatzenstadt bei weitem nicht wie der klar unterlegene Gegner der Reds aus; auch wenn die pure Statistik eine deutliche Sprache zu sprechen scheint, verzeichneten die Ulmer Akteure doch eine ganze Reihe schöner Kontakte, die aber stets von einer sehr sicheren Feldverteidigung des Reds zunichte gemacht wurden. Wenn es gelingt, mit wieder vollzähliger Truppe an die Leistungen der Partien gegen Saarlouis anzuknüpfen, könnte man es am kommenden Wochenende in Mannheim den Hornets gleichtun, die den Tornados einen Split abgerungen haben.

 

Text. A.A.

Foto: Eric Oehme